Projekt Update

September 2017: Neues Projekt "Wollverarbeitung in Choetsa"

Intensive Abklärungen und Rücksprachen mit unserem Projektleiter vor Ort haben ergeben, dass wir das Ziel Wollverarbeitung weiterentwickeln möchten. 

Im März hat der Projektleiter vor Ort erste Gespräche mit einer Nomadenfamilie in Choetsa geführt. Sie waren von Beginn weg sehr motiviert, ihre Schafwolle von der Rohwolle hin zum Garn auf traditionelle Weise zu verarbeiten.

Eine geringe Anschubfinanzierung genügte und sie konnten die Produktion Ende April starten. Als erstes unterstützen wir sie dabei, indem wir ihnen helfen, die Wollknäuel auf dem chinesischen Markt zu fairen Preisen verkaufen zu können. 

In Choetsa stehen wir ganz am Anfang mit unserer Unterstützung, weitere Familien können sich der Produktion anschliessen. Mit dem Projekt in Choetsa leistet Tibet Hilfsprojekt Schweiz konkrete Hilfe für Tibetische Nomaden.    

     

      

Projektstand "Wollzentrale in Karnang (Yushu)"

Anfangs November starteten fünf Nomaden im Alter von 22 – 38 Jahren während mindestens dreier Monate am Ausbildungsprogramm im 800km entfernten Chabcha teilzunehmen.

Ziel des Programms war: 

1)die Möglichkeit zu bieten, Fertigkeiten für die Weiterverarbeitung der Wolle zu erlernen, sowie

2)Praktische geschäftliche Aspekte wie bspw. Ankauf der Rohprodukte und das Führen einer einfachen Buchhaltung standen zusätzlich auf dem Programm. 

Zu unserer Enttäuschung brachen sie das Training nach lediglich vier Wochen ab. Einerseits war die Distanz zu ihren Familien zu gross, andererseits ist der Schritt in die Wirtschaftswelt für sie noch ein zu gross. 

Wie weiter: Diesen Sommer/Herbst soll ein Besuch unserer Präsidentin, die Situation gemeinsam mit den Nomaden aus Karnang und die Nutzung des errichteten Hauses klären. Wir sind zuversichtlich, dass das Gebäude z.B. als Lager für Rohwolle, bald genutzt werden kann.

04. November 2016: Start der Ausbildungsphase

Fünf junge Nomaden beginnen mit ihrer Näh Ausbildung im Atelier des Nähmeisters.

Die eigens für die Ausbildung errichteten und komplett ausgestatteten Arbeitsplätze, dienen im Anschluss der Produktion in der Wollzentrale.

    

Die Schüler unterzeichnen ihren Ausbildungsvertrag und erhalten von unserem Projektleiter ihren ersten Ausbildungslohn ausbezahlt.

     

Die ersten Nähversuche unter der Anleitung des Nähmeisters.

September 2016: Planung der Produktionsphase

Reise nach Yushu

Mit den Vereinsmitgliedern von Tschutig Gyatso, unserem unabhängigen Projektleiter und einem Vorstandsmitglied von Tibet Hilfsprojekt Schweiz, wurden die nächsten Schritte für den weiteren Projektverlauf geplant und die nötigen Entscheidngen getroffen. Insbesondere der Start der Produktion stand dabei im Mittelpunkt. Zu Beginn der Produktionsphase werden Artikel für Klöster wie z.B. Thangkas, Kleider für Statuen etc. gefertigt. 

Hierführ werden fünf Nomaden im Nähen solcher Produkte ausgebildet.Die Ausbildungsphase startet im November 2016 und dauert bis ca. April 2017. Während dieser Zeit soll die Inneneinrichtung des Gebäudes fertiggestellt werden.

Ziel ist es, im Sommer 2017 erste Produkte den lokalen Klöstern verkaufen zu können. Sukzessive sollen die Produkte auch auf dem lokalen Markt Absatz finden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Produktion mit Artikeln aus Yakwolle erweitert.

Herbst 2015: Der Rohbau ist errichtet

Das Hauptgebäude der Wollzentrale konnte zwischen Frühling 2014 bis Oktober 2015 fertig gebaut werden. Die Arbeiten des Rohbaus mit Grundmauern, Bedachung,Türen und Fenster Türen,Fenster konnten abgeschlossen werden. Der Innenausbau ist mit Täfer und Laminat, eletrischen Anschlüssen, und Vorarbeiten für die Wasserleitungen soweit vorbereitet. Als Nächstes werden Heizofen und eine Kochnische installiert, Strom und Wassserleitungen gezogen und angeschlossen. Das WC wird voraussichtlich aus ausserhalb des Gebäudes erstellt.

Das Gebäude bietet mit drei Räumen Platz für die Produktion und es wird wird eine Küche und zwei Aufenthaltsräume geben. Das Lagerhaus für die Wolle ist noch nicht gebaut und ist in Planung.

Obschon unsere Präsidentin 2015 das Einreisevisum nach Tibet nicht erhalten hat, konnten dank unserem zuverlässigen einheimischen Projektleiter und dem verantwortlichen Team vor Ort, die Arbeiten weitergeführt werden.

Abschliessende Arbeiten

Um die abschliessenden Arbeiten (Inneneinrichtungen) weiterführen zu können, wird vorerst noch zugewartet, bis in Zusammenarbeit mit den Nomaden die Produktionsphase vor Ort geplant werden kann. 

Was bisher geschah..

Unsere Präsidentin hat beim letztjährigen Projektbesuch in Yushu die Koordinatoren und Kontaktpersonen vor Ort mit den erforderlichen Arbeitsmitteln wie Computer, SIM-Karte, Mobiltelefon, Fotokamera etc. ausgestattet. Die technische Basis für eine Zusammenarbeit wurde somit geschaffen.

Ein weiterer grosser Meilenstein war eine sehr grosszügige Geste, nämlich die Schenkung des benötigten Baulands für die Wollzentrale durch eine Nomadenfamilie.

Die Aufbauphase startet

Einige Wochen später wurde auch schon der Grundrissplan für die Wollzentrale erstellt.

Geldüberweisung der ersten Tranche für Rohbau-Phase ist erfolgt. Präsidentin (Dechen) zusammen mit dem Yushu-Vorstand bei der Kalkulation und Besprechung des weiteren Vorgehens.

Baumaterialeinkauf im Sommer 2013 erfolgt

Gespräche mit den Kontaktpersonen vor Ort haben ergeben, dass das traditionelle Handwerk wieder erlernt werden soll. In einer ersten Phase sollen deshalb die einheimischen traditionellen Produkte wieder gefördert und hergestellt werden. Später soll das Sortiment um weitere Produkte ergänzt werden. Mögliche Produkte sind Bekleidungsstücke, Decken, Pferdezaumzeug, Yak-Halsbänder oder –Seile, Hundeleinen, Salzsäcke, die auch als Vorhang verwendet werden können, Steinschleudern, Zelte usw.

Vereinsgründung "Tschutig Gyatso" in Yushu

September 2012

Während dem jährlichen Projektbesuch vom 25. August bis 5. September 2012 wurde "Tschutig Gyatso" als Projektverein auch in Yushu gegründet. Der Verein zählt sechs ehrenamtliche Mitglieder und hat zum Zweck, das Bauvorhaben vor Ort zu koordinieren und die Arbeiten durchzuführen. Gleichzeitig haben wir mit dem Verein gleichgesinnte Kontaktpersonen, die uns regelmässig über Fortschritte aber auch Probleme berichten können.